Orangensaft aus Zypern, hergestellt mit viel Sonne und solarthermisch erzeugtem Dampf dank der Concentrating Solar Thermal (CST) -Technologie von Protarget AG

Als Teil eines internationalen Forschungsprojekts EDITOR (Evaluation of the Dispatchability of a Parabolic Trough Collector System with Concrete Storage) entwickelte und baute die Protarget AG, mit Sitz in Köln, ein solarthermisches Kraftwerk für einen der größten zypriotischen Fruchtsafthersteller „KEAN Soft Drinks Ltd“ in Limassol, Zypern. Das Ziel des EDITOR-Projekts ist es, die Leistung von solarthermischen Kraftwerken zu demonstrieren und im Rahmen der Industrieforschung zu verifizieren.

Die Anlage besteht aus einer Parabolrinnen-Kollektorschleife und einem thermischen Energiespeicher, der speziell für industrielle Anwendungen entwickelt wurde, bei denen bis zu 24 Stunden geheizt oder gekühlt werden muss. Mit KEAN als Verbraucher von Prozesswärme wurde der ideale Partner gefunden. Nicht nur wegen der hervorragenden klimatischen Bedingungen, die auf Zypern herrschen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass KEAN auf innovative und nachhaltige Produktionsmethoden setzt.

Der derzeitige Markt für Solarkollektoren für Prozesswärmeanwendungen wird von Anlagen mit maximalen Betriebstemperaturen von rund 250° C dominiert. Während diese Kollektoren in der Lage sind, Prozessdampf effektiv zu erzeugen, sind nur wenige von ihnen mit Speicherungssystemen ausgestattet. Größere Solarkollektoren zur Energieversorgung von Stromerzeugungsanlagen sind mit komplexen Salzschmelze-Speichersystemen ausgestattet und können bei höheren Temperaturen betrieben werden. Dafür werden jedoch häufig Thermoöle als Wärmeträger verwendet, die als giftig und schädlich eingestuft werden.

Im Rahmen des EDITOR-Projekts und zum ersten Mal in der Geschichte der Entwicklung von Parabolrinnenkollektoren wird das eingesetzte Thermoöl bei einer Temperatur über 400° C betrieben. Möglich wird dies durch die Verwendung eines neuen umweltfreundlichen Thermoöls auf Silikonbasis, mit dem die Betriebstemperatur auf 425° C erhöht werden kann. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung eines neu entwickelten evakuierten Wärmesammelelements (d.h. eines Receiver-Rohrs). Das Wärmesammelelement wurde speziell für Parabolrinnen-Kollektoröffnung mit dem Ziel entwickelt, den Kollektorwirkungsgrad zu steigern. Um bei Bedarf Energie produzieren zu können, wird ein innovatives neues Energiespeichersystem eingesetzt und getestet. Das dreijährige Projekt umfasst nicht nur die technischen Aktivitäten zum Bau, Inbetriebnahme und Betrieb der Solarstromanlage. Darüber hinaus werden kommerzielle Aspekte wie die Machbarkeit von Scale-Ups, die Identifizierung zukünftiger Kunden und die Kommunikation hinsichtlich dieser wichtigen Entwicklung mit dem potenziellen Markt behandel

Das EDITOR-Team besteht aus 5 Partnern aus drei Ländern, die alle die spezifischen Erfahrungen der Solarindustrie mitbringen, die für den Erfolg des Projekts erforderlich sind. Die Projektpartner sind:

Protarget AG (Köln, Deutschland)
CADE Soluciones de Ingeniería, S. L. (Albacete, Spanien)
Technische Universität Zypern (Limassol, Zypern)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR (Köln, Deutschland)
Solar-Institut Jülich, Fachhochschule Aachen (Jülich, Deutschland)

Das internationale Projekt EDITOR wird gefördert von der zypriotischen Research Promotion Foundation (RPF), dem spanischen Ministerium für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit (MINECO), dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. SOLAR-ERA.NET, ein europäisches Netzwerk, das Förderorganisationen zusammenbringt, wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation HORIZON 2020 (Cofund ERA-NET-Aktion, Nr. 691664 und Nr. 786483) unterstützt.

Links / In den Medien:
 http://www.kean.com.cy/en/
 https://protarget-ag.de/
 https://cadeengineering.com/propietary-technologies/solidtes/
 https://www.fh-aachen.de/en/research/solar-institut-juelich/schwerpunkte/editor/
https://www.cut.ac.cy/
 https://www.youtube.com/watch?v=L0o3tfkLGmY&feature=youtu.be
 https://www.solar-payback.com/suppliers/
https://deutsche-csp.de/pressemeldung-orange-juice-from-cyprus-produced-with-lots-of-sun-and-solar-generated-steam-using-protargets-concentrating-solar-thermal-cst-technology/
http://www.cspfocus.cn/en/market/detail_1932.htm

Solarthermisches Kraftwerk der Protarget AG versorgt Speiseeis-Hersteller in Indien mit erneuerbarer Energie

Im Januar 2018, nach 3 Monaten Bauzeit, konnte ein solarthermisches Kraftwerk in Indien in Betrieb genommen werden. Protarget versorgt künftig eine Großmolkerei des Unternehmens Hatsun Agro Products Ltd. mit erneuerbarer Energie. In dem Werk im Süden des sonnenreichen Kontinents wir vor allem Eiscreme produziert.Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 320 kW und produziert 2.500 kg heißen Dampf pro Tag. Hatsun ist mit seinen 14 Produktionsstätten der größte private Molkereibetrieb Indiens. Das Unternehmen exportiert seine Waren in 40 Länder und beschäftigt über 5.000 Mitarbeiter. Protarget AG, mit Sitz in Köln, spezialisiert sich auf Produktion und Installation von solarthermischen Kraftwerken. Die Kraftwerke von Protarget sind modular aufgebaut und erlauben eine konstante Versorgung mit Prozesswärme und Dampf in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung.

Mit der Installation des Solardampfkesselsystems von Protarget kann das Unternehmen die Wärmeenergie, die für die Herstellung von Milchpulver und Speiseeis benötigt wird, deutlich billiger erzeugen als mit dem bestehenden kohlebefeuerten Kesselsystem. Laut Hatsun wird dieses Projekt den Kohleverbrauch der Molkerei in den nächsten 10 Jahren um mehr als 1.000 Tonnen reduzieren, was im gleichen Zeitraum zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 3.000 Tonnen führen wird. Als eines der ersten Unternehmen Indiens hat sich Hatsun Anfang 2018 der weltweiten RE100-Initiative angeschlossen. Das Ziel dieser Kampagne ist es, einflussreiche Unternehmen auf der ganzen Welt zu vereinen, die sich der Nutzung erneuerbarer Energien verschrieben haben. Unter den Teilnehmern befinden sich Unternehmen wie Apple, Google, SAP, Tata Motors etc. Hatsun hat sich verpflichtet, den gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen bis 2032 zu decken. Derzeit trifft das Unternehmen ca. 82% des Strombedarfs aus umweltfreundlichen Quellen.Im Rahmen ihrer Strategie für eine vollständige erneuerbare Versorgung ihrer Produktionsstätten planen Hatsun und Protarget eine Ausweitung ihrer Aktivitäten und den Einsatz der Solardampfkesseltechnik an anderen Hatsun Produktionsstätten in Indien. Ziel ist es, diese Systeme mit der Wärmespreichertechnologie von Protarget auszustatten, um den Energiebedarf 24/7 zu decken.Links / In den Medien:
https://www.hap.in/index.html
https://protarget-ag.com/
http://there100.org/companies
https://www.youtube.com/watch?v=L0o3tfkLGmY&feature=youtu.be
https://www.solar-payback.com/suppliers/

Protarget AG als Unternehmen des Monats ausgezeichnet

Eine namhaft besetzte Jury des Vereins Rheinisches Schaufenster hat das Kölner Technologieunternehmen Protarget AG zum Unternehmen des Monats Februar 2016 gekürt. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, der Öffentlichkeit wissenschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten von Unternehmen und Institutionen näherzubringen, die zur Stärkung der Wirtschaftskraft in der Metropolregion Rheinland sowie deutschlandweit beitragen.

Jeden Monat wird daher ein Unternehmen ausgezeichnet, das beispielhaft für verantwortungsvolles Handeln, gesellschaftliches Engagement und innovative Ideen sowie Produkte steht. „Die Protarget AG hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Herstellung von Solarthermie-Anlagen und dem optimierten Einsatz der CSP-Technologie (Concentrated Solar Power) die Entwicklung des Energiemarktes in sonnenreichen Ländern voranzutreiben. Dieses Leitmotiv entstand durch die Überzeugung der Gründer Martin Scheuerer und John Mitchell, mit Hilfe des Baukasten-Prinzips eine wirtschaftlich attraktive Alternative zur konventionellen Energieerzeugung schaffen zu können. (…) Auf dem Weg zum Durchbruch verlor die Protarget AG die angestrebte Qualität zu keiner Zeit aus den Augen. Ein selbsterklärtes Ziel war es zu jeder Zeit, das Siegel „Made in Germany“ aufweisen zu können. Technologie und Komponenten stammen in Folge dessen aus Deutschland. Ihre internationale Erfahrung und das technische Know-how teilt die Protarget mittlerweile auch mit anderen Unternehmen in der Region und bietet als Protarget Industrial Services, Engineering Dienstleistungen in den Bereichen: Energieerzeugung, Anlagen-und Prototypenbau sowie als Schweißfachbetrieb erfolgreich an. Entstanden ist eine rheinische Revolution in der Solarindustrie, möglich gemacht durch den stetigen Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“, heißt es in der Begründung der Jury. Dem Gremium gehören unter anderem Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin der IHK Köln im Bereich Innovation und Umwelt, Udo Wendt, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG (Köln/Bonn/Aachen), Künstler HA Schult, Fritz Schramma, Oberbürgermeister a.D. der Stadt Köln, und Prof. Dr. Margot Ruschitzka (Technische Hochschule Köln) an.

Martin Scheuerer, Kaufmännischer Vorstand der Protarget AG, freute sich über die Auszeichnung: „Wir sind stolz darauf, mit unserem technologischen Ansatz auf derartige Resonanz in unserer Region zu stoßen, sehen in der Auszeichnung aber auch die Verpflichtung, weiterhin Innovation und Technik in unserem Unternehmen voranzutreiben.“

Protarget AG nutzt Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz zum regen Austausch

Am Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt nahm mit Martin Scheuerer der Kaufmännische Vorstand des Kölner Technologieunternehmens Protarget AG teil. Er war damit einer von insgesamt 1100 Gästen aus Großunternehmen, mittelständischen Firmen und Start-ups, die gekommen waren, um sich untereinander sowie mit den rund 230 Diplomaten deutscher Auslandsvertretungen auszutauschen. Das Motto dieser größten jährlich stattfindenden Veranstaltung im Auswärtigen Amt lautete: „Kräfteverschiebung in der Globalisierung: den Wandel gestalten.“

Der deutsche Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier eröffnete die 15. Auflage der Zusammenkunft und betonte, „dass der Austausch zwischen Außenpolitik und Wirtschaft immer mehr zu einer drängenden Notwendigkeit wird“. Bei der gerechten Gestaltung der internationalen Ordnung sei auch die Wirtschaft gefragt. Steinmeier sieht deutsche Unternehmen als positives Beispiel: es sei für sie selbstverständlich, „dass es auf ausländischen Märkten nicht auf die kurzfristige Ausbeutung von Ressourcen, sondern auf langfristig angelegte Investitionen“ ankomme. Diesem Ziel fühlt sich auch die Protarget AG verpflichtet. „Unser Konzept und unsere Technologie für den Bau und Betrieb von Solarkraftwerken ermöglicht es Ländern und Regionen, ihre Energieversorgung ressourcenschonend und konkurrenzfähig sicherzustellen“, erklärte Scheuerer.

Im Laufe des Wirtschaftstages fanden 14 Foren und Workshops zu Themen wie  „Beyond Brexit“, „Chancen und Risiken für die deutsche Wirtschaft in Lateinamerika“ oder „Zwischen Wettbewerb und Zusammenarbeit: Deutschland und China auf globalen Märkten“ statt. Auch die transatlantischen Beziehungen standen auf der Agenda.