Protarget AG feiert 10 jähriges Firmenjubiläum

In diesem Jahr blickt die Protarget AG auf Ihr 10 jähriges Bestehen zurück. Seit Gründung im Oktober 2009 hat sich unser Unternehmen zu einem Global Player im Bereich Erneuerbare Energien entwickelt. Hier unsere Aktivitäten der vergangenen 10 Jahre:Oktober 2009             Gründung der Protarget AG mit Sitz in Köln

März 2012                   Einzug in die neuen Büro- und Fertigungsgebäude in Köln

Oktober 2012             Inbetriebnahme der ersten deutschen CST (Concentrated Solar Power) Pilotanlage in                                           Bad Aibling bei MünchenJanuar 2013               Zertifizierung der Receiver Röhre und des Parabolrinnen Moduls durch das Deutsche                                          Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLRAugust 2014               Zertifizierung der Solarfeldleistung durch CSP-Services Deutschland, einem Spin-Off                                          DLR

April 2015                   Design des CF100 Solarkollektors vom TÜV Rheinland nach EUROCODE geprüftJuli 2015                     Protarget vom TÜV Rheinland als ISO 3834 geprüfter Schweißbetrieb zertifiziert

Mai 2016                     Planung und Durchführung der CE-Zertifizierung eines Heliostaten für den Einsatz in                                           CSP Turmkraftwerken

August 2017               Inbetriebnahme der ersten CST Anlage in Indien zur Dampfversorgung einer Molkerei                                          in Tamil NaduJuli 2018                     Inbetriebnahme der ersten CST Anlage mit Thermischen Speicher in Zypern zur 24/7                                          Dampfversorgung eines Fruchtsaftherstellers in LimassolDezember 2019          Bau des ersten CSP (Concentrated Solar Power) Kraftwerkes in Brasilien für einen                                                 lokalen Energieversorger in Sao PauloJanuar 2020               Bau der ersten Prozesswärme Anlage mit Vakuum Röhren Kollektoren CPC in ZypernWir möchten uns bei allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern, die uns auf diesem Weg begleitet haben, für die tolle Zusammenarbeit bedanken.

Ein besonderer Dank gilt unseren Kunden auf der ganzen Welt für das entgegen gebrachte Vertrauen.

Limassol: Solarthermisches Kraftwerk der Protarget AG feierlich in Betrieb genommen

Der Rahmen stimmte, als die Verantwortlichen des größten zypriotischen Fruchtsaftherstellers „Kean Softdrinks Ltd“ Ende Juni bei strahlendem Sonnenschein ihr neues, von der Kölner Protarget AG erbautes solarthermisches Kraftwerk offiziell in Betrieb nahmen. Der deutsche Botschafter war eigens aus Zyperns Landeshauptstadt Nikosia zum Unternehmensstandort in Limassol, der zweitgrößten Stadt des Landes, gekommen. Dort hatten sich viele Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eingefunden. Sie alle wollten die Vollendung eines prestige- und zukunftsträchtigen Projekts miterleben. „Für uns ist dieser Tag ein besonderer“, erklärte Martin Scheuerer, Kaufmännische Vorstand des Kölner Technologieunternehmens Protarget AG, „wir haben hier erneut unter Beweis gestellt dass unsere solarthermischen Anlagen Prozesswärme und Dampf deutlich Kostengünstiger im Vergleich zu konventionellen Kesselanlagen erzeugen können und somit zu einer Signifikaten Reduktion der industriellen CO2 Emissionen beitragen“.Die neue Anlage ist die erste in Zypern, bei der die so genannte Parabolic Trough Collector- (PTC) Technologie zum Tragen kommt. Alleine mit Sonnenenergie wird nun hochtemperierter Dampf erzeugt, der in industriellen Prozessen Verwendung findet. Der Fruchtsafthersteller Kean nutzt den bis zu 425°C heißen Dampf unter anderem für die Pasteurisierung, also Haltbarmachung, von Fruchtsäften. Bislang musste der Dampf mit fossilen Brennstoffen wie Schweröl, Diesel oder Gas in konventionalen Heizkesseln erzeugt werden. Dank des in Köln entwickelten Kraftwerks reduziert sich der Schwerölverbrauch des Unternehmens künftig um rund 20 Prozent. 150 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid bleiben der Atmosphäre so Jahr für Jahr erspart.

Da der Betrieb der Anlage vollautomatisiert ist, glänzt diese mit äußerst geringen Unterhaltungskosten. Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf die Spiegelreinigung. Alle Komponenten des Kraftwerks sind für die besonderen Bedingungen in Wüstengebieten ausgelegt und können ihre volle Leistung über 25 Jahren erbringen. „Die Integration eines thermischen Speichers ermöglicht darüber hinaus die Dampferzeugung rund um die Uhr, was für die Lebensmittel Produktion unerlässlich ist“, sagt Scheuerer. Der Standort Zypern gilt ohnehin als ideal für die Nutzung der Sonnenenergie mittels der Concentrated Solar Thermal Technologie (CST). Schließlich ist die direkte Sonnenstrahlung dort mehr als doppelt so intensiv wie in Deutschland.

So rechnet sich die Investition nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch. „Die Investitionskosten werden sich bereits nach vier Jahren amortisiert haben“, betont Scheuerer. Außerdem könne das zypriotische Unternehmen künftig deutlich unabhängiger von Ölpreissteigerungen und möglichen Emissionsabgaben agieren. Daher habe Kean bereits dem Bau einer weiteren Anlage am Standort Limassol zugestimmt. Ziel ist es bereit im kommenden Jahr die Dampferzeugung der Firma zu 100% aus Solarenergie zu generieren.

Gefördert wurde das Projekt von der zypriotischen Forschungsförderungsstiftung, dem spanischen Ministerium für Wirtschaft und Wettbewerb, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Anlage ist zudem Teil des internationalen Forschungsprojekts EDITOR (Evaluation of the Dispatchability of a Parabolic Trough Collector System with Concrete Storage).

Vertreter der zypriotischen Wirtschaft, Politik und der Forschung beim Besuch der CST Anlage bei KEAN in LimassolJohn Mitchell, Technischer Direktor bei Protarget erklärt die Funktionsweise der CST TechnologieLinks, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Zypern Franz Josef Kremp, daneben, Besitzer der Firma KEAN

Die Protarget AG wurde 2009 in Köln gegründet und ist spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Errichtung schlüsselfertiger CST-Kraftwerke zur industriellen Dampfversorgung. Diese Technologie lässt sich zudem in anderen Bereichen wie Kühlprozessen und der industriellen Abwasseraufbereitung einsetzen. Im Laufe des zehnjährigen Bestehens der AG wurden kommerzielle Anlagen in Deutschland, Zypern, Indien und Brasilien erfolgreich realisiert. Weitere Projekte in Jordanien, Chile, Südafrika und Indien sind geplant.

Zeit zu Handeln: Protarget AG hat am Briefing im Auswärtigen Amt anlässlich der 25. UN-Klimakonferenz (COP 25) teilgenommen

Berlin, 14. November 2019 – Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Deutsche Klimakonsortium sowie andere Vertreter aus Wissenschaft und Politik diskutieren beim diesjährigen Briefing über den kommenden Klimagipfel und Anforderungen an die Klimapolitik. Die alljährliche Klimakonferenz, die in diesem Jahr unter dem Motto „Es tiempo de actuar“- „Es ist Zeit zu handeln“ in der spanischen Hauptstadt Madrid unter der Präsidentschaft Chiles stattfindet, dient der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und widmet sich dieses Jahr besonders dem Vorhaben, die internationalen Anstrengungen und Ambitionen für mehr Klimaschutz zu erhöhen. Die Erwartungen an die Klimapolitik sind dabei hoch.

Martin Scheuerer, der kaufmännische Vorstand der Protarget AG, nutzte das Briefing im Auswärtigen Amt mit rund 450 weiteren Besucherinnen und Besuchern zum aktiven Austausch über klimarelevante Themen.

Der Bundesminister des Auswärtigen Heiko Maas sagte, dass Europa in Klimaangelegenheiten eine führende Rolle übernehmen müsse, denn nur dann würden auch Länder wie China und Indien Kurs halten. Dies impliziert, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 im nächsten Jahr nachschärfen und mit mehr Ehrgeiz formulieren müsse. Der europäische Green Deal dürfe keine leere Floskel bleiben, so Maas.

Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze sagte dazu, dass es auf der Weltklimakonferenz in Madrid auch um die Etablierung eines zuverlässigen Anrechnungssystems für Emissions-Zertifikate auf globaler Ebene gehen wird. Die Beiträge zum Klimaschutz einzelner Staaten müssen gesteigert und die Klimaziele überarbeitet werden. Nur so könne die Klimakatastrophe abgewendet werden.

In seinem Vortrag berichtet Professor Johan Rockström, der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, dass die 2015 festgelegten nationalen Ziele nicht ausreichen, um die globale Erderwärmung auf unter zwei oder 1,5 Grad Celsius zu halten. Aus seiner Sicht ist es unerlässlich, die weltweiten Treibhausgasausstöße in den nächsten zehn Jahren auf die Hälfte zu reduzieren, um unser Klima stabilisieren zu können. Denn wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen sehr deutlich, dass die Beschreitung desselben Pfades zu noch größeren Klimaschäden führen wird. Dabei gehe es nicht nur um Umweltschutz, sondern auch um den Schutz des Menschen, betonte Rockström.

Protarget – deutsche Solartechnik zur Bewässerung und Abwasserbehandlung

Die Protarget AG mit Sitz in Köln, realisiert aktuell eine Reihe von Solarprojekten in Chile. Das Ziel ist die Versorgung von Industriekunden wie Kupferminen, Lithium- und Lebensmittelproduzenten mit Prozesswärme und Solarer Abwasserreinigung. Protarget bietet seinen Kunden schlüsselfertige Anlagen nach dem Betreiber Modell an, wobei Protarget den Bau, die Installation und den Betrieb der Anlage übernimmt.

In der Aprilausgabe der Zeitschrift der chilenischen Vereinigung zur Bewässerung und Wasseraufbereitung (AGRYD) wurde hierzu ein Interview mit dem Geschäftsführer der Protarget AG Martin Scheuerer veröffentlicht.

Orangensaft aus Zypern, hergestellt mit viel Sonne und solarthermisch erzeugtem Dampf dank der Concentrating Solar Thermal (CST) -Technologie von Protarget AG

Als Teil eines internationalen Forschungsprojekts EDITOR (Evaluation of the Dispatchability of a Parabolic Trough Collector System with Concrete Storage) entwickelte und baute die Protarget AG, mit Sitz in Köln, ein solarthermisches Kraftwerk für einen der größten zypriotischen Fruchtsafthersteller „KEAN Soft Drinks Ltd“ in Limassol, Zypern. Das Ziel des EDITOR-Projekts ist es, die Leistung von solarthermischen Kraftwerken zu demonstrieren und im Rahmen der Industrieforschung zu verifizieren.

Die Anlage besteht aus einer Parabolrinnen-Kollektorschleife und einem thermischen Energiespeicher, der speziell für industrielle Anwendungen entwickelt wurde, bei denen bis zu 24 Stunden geheizt oder gekühlt werden muss. Mit KEAN als Verbraucher von Prozesswärme wurde der ideale Partner gefunden. Nicht nur wegen der hervorragenden klimatischen Bedingungen, die auf Zypern herrschen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass KEAN auf innovative und nachhaltige Produktionsmethoden setzt.

Der derzeitige Markt für Solarkollektoren für Prozesswärmeanwendungen wird von Anlagen mit maximalen Betriebstemperaturen von rund 250° C dominiert. Während diese Kollektoren in der Lage sind, Prozessdampf effektiv zu erzeugen, sind nur wenige von ihnen mit Speicherungssystemen ausgestattet. Größere Solarkollektoren zur Energieversorgung von Stromerzeugungsanlagen sind mit komplexen Salzschmelze-Speichersystemen ausgestattet und können bei höheren Temperaturen betrieben werden. Dafür werden jedoch häufig Thermoöle als Wärmeträger verwendet, die als giftig und schädlich eingestuft werden.

Im Rahmen des EDITOR-Projekts und zum ersten Mal in der Geschichte der Entwicklung von Parabolrinnenkollektoren wird das eingesetzte Thermoöl bei einer Temperatur über 400° C betrieben. Möglich wird dies durch die Verwendung eines neuen umweltfreundlichen Thermoöls auf Silikonbasis, mit dem die Betriebstemperatur auf 425° C erhöht werden kann. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung eines neu entwickelten evakuierten Wärmesammelelements (d.h. eines Receiver-Rohrs). Das Wärmesammelelement wurde speziell für Parabolrinnen-Kollektoröffnung mit dem Ziel entwickelt, den Kollektorwirkungsgrad zu steigern. Um bei Bedarf Energie produzieren zu können, wird ein innovatives neues Energiespeichersystem eingesetzt und getestet. Das dreijährige Projekt umfasst nicht nur die technischen Aktivitäten zum Bau, Inbetriebnahme und Betrieb der Solarstromanlage. Darüber hinaus werden kommerzielle Aspekte wie die Machbarkeit von Scale-Ups, die Identifizierung zukünftiger Kunden und die Kommunikation hinsichtlich dieser wichtigen Entwicklung mit dem potenziellen Markt behandel

Das EDITOR-Team besteht aus 5 Partnern aus drei Ländern, die alle die spezifischen Erfahrungen der Solarindustrie mitbringen, die für den Erfolg des Projekts erforderlich sind. Die Projektpartner sind:

Protarget AG (Köln, Deutschland)
CADE Soluciones de Ingeniería, S. L. (Albacete, Spanien)
Technische Universität Zypern (Limassol, Zypern)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR (Köln, Deutschland)
Solar-Institut Jülich, Fachhochschule Aachen (Jülich, Deutschland)

Das internationale Projekt EDITOR wird gefördert von der zypriotischen Research Promotion Foundation (RPF), dem spanischen Ministerium für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit (MINECO), dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. SOLAR-ERA.NET, ein europäisches Netzwerk, das Förderorganisationen zusammenbringt, wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation HORIZON 2020 (Cofund ERA-NET-Aktion, Nr. 691664 und Nr. 786483) unterstützt.

Links / In den Medien:
 http://www.kean.com.cy/en/
 https://protarget-ag.de/
 https://cadeengineering.com/propietary-technologies/solidtes/
 https://www.fh-aachen.de/en/research/solar-institut-juelich/schwerpunkte/editor/
https://www.cut.ac.cy/
 https://www.youtube.com/watch?v=L0o3tfkLGmY&feature=youtu.be
 https://www.solar-payback.com/suppliers/